Therapien und Ziele

Integrative Medizin
Integrative Medizin verbindet verschiedene Therapieansätze zu einem Gesamtkonzept. Denn wenn nur ein Hammer zur Verfügung steht, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel. Therapiekonzepte wie Applied Kinesiology basierte integrative Medizin, Faszientherapie, Osteopathie, Magnetfeldtherapie, CMD-Behandlung, Atlaskorrektur usw. bieten dem Integrativen Mediziner mehr Möglichkeiten. Zu einem Gesamtbild zusammengesetzt, können diese Therapieansätze genutzt werden, um sich Ihrem Anliegen individuell zu nähern. So entsteht ein umfassendes Bild Ihres Gesundheitszustandes und eine größere Chance die richtige Therapie für Sie zu finden.

Faszientherapie
Die Mobilisation der Faszien gewinnt weltweit immer mehr an Vertrauen in der Bevölkerung und ist fester Bestandteil der medizinischen Betreuung im Spitzensport aller großen Sportarten. Aus der Wissenschaft gibt es fortlaufend neue Entdeckungen publiziert, die in den letzten Jahren zu einer Neubewertung vieler Beschwerden geführt haben. Eine geschmeidige Faszie korrespondiert mit Kraft, Ausdauer und Koordination im gesamten Körper samt Bewegungsapparat, Verdauungs-, Immun- und neurologischem System und stärkt damit die körperliche Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit bei täglichen Aktivitäten sowie im Hobby- und Hochleistungssport. Festigkeiten in der Faszie erhöhen das Risiko von Verletzungen, anhaltenden Beschwerden, "Verletzungspech" und scheinbar grundlos auftretenden Beschwerden und korrespondieren mit stagnierendem Trainingserfolg, empfundener Muskelschwäche sowie Gelenksinstabilitäten. Der gesamte Bewegungsapparat wird in Leistungsfähigkeit und Symptomentwicklung von der Faszie beeinflusst. Die therapeutische Mobilisation der Faszie bietet daher nicht nur eine Möglichkeit zur schnellen Symptomverbesserung, sondern eine neue Chance auch langanhaltenden Schmerz endlich in den Griff zu kriegen und anhaltend Beschwerdefreiheit, Belastbarkeit und körperliches Wohlbefinden aufzubauen.
Wenn Du mehr über Faszien wissen möchtest, kannst Du Dir die Dokumentation "Faszien - Geheimnisvolle Welt unter der Haut" anschauen.

Applied Kinesiology
Applied Kinesiology (AK) ist eine ganzheitliche Diagnosemethode, die den Muskeltest als Biofeedback-Instrument nutzt. Durch präzise Muskeltests können Funktionsstörungen im Körper aufgedeckt und deren Ursachen identifiziert werden. Diese Methode ermöglicht es, die Zusammenhänge zwischen Muskeln, Organen, Stoffwechsel und dem Meridiansystem zu erkennen und zu behandeln. Besonders wertvoll ist dabei die Möglichkeit, die Wirksamkeit der gewählten Therapie sofort überprüfen zu können. In der Praxis wird AK mit anderen Therapieformen kombiniert, um ein umfassendes Behandlungskonzept zu erstellen. Die Methode hilft dabei, die effektivsten Therapieansätze für den individuellen Fall auszuwählen. Durch die Integration von Applied Kinesiology können Beschwerden oft schneller und gezielter behandelt werden, da die Ursachen der Probleme präziser erkannt und die Therapie entsprechend angepasst werden kann.

Magnetfeldtherapie
Magnetfeldtherapie kann den Muskeltonus beeinflussen und die Stoffwechsel anregen. Sie ist schmerzfrei und hat keine Nebenwirkungen wie z.B. chronische Schmerzmedikation sie mit sich bringt. Die Magnetfeldtherapie hat sich in den letzten Jahren als sehr nützlich bei verschiedenen Beschwerden erwiesen.

Fasziendistorsionsmodell (FDM)
Das Fasziendistorsionsmodell (FDM) ist eine vom US-Amerikaner Stephen Typaldos entwickelte Art der Faszienmobilisation, die sich in den letzten 30 Jahren weltweit verbreitete und sich u.a. in der Betreuung von Top-Athleten etabliert hat. Nach diesem Konzept bestehen körperliche Beschwerden auf 6 Arten von Faszienstörungen, die jeweils eine spezifische Entstehung und Symptomatik aufweisen und brauchen entsprechend unterschiedliche Behandlung. So wird eine Störung besser über punktuellen Druck, eine andere über langsames druckvolles Ziehen und eine weitere über das Abheben der Haut, wie zum Beispiel beim Schröpfen, behandelt. Trotzdem FDM meist schmerzhaft ist, ist es oft sehr beliebt, da oft schon nach wenigen Behandlungen Erleichterungen auftreten.

Gelenk- und Muskelbeschwerden
Gelenk- und Muskelbeschwerden sind heute täglicher Begleiter vieler Menschen. Chronische Rückenschmerzen sind weltweit der wichtigste Grund für Arbeitsunfähigkeit, mit steigender Zahl. Aber auch Nackenschmerzen und Beschwerden der Extremitäten nehmen zu. Über einen komplexen Behandlungsplan für die Stärkung der Regulation und gezielter Symptomreduktion können die Beschwerden oft ohne Medikamente gelindert und damit an Lebensqualität gewonnen werden. So können auch Operationen oft vermieden oder hinausgezögert werden.

Schwindel, Tinnitus & Migräne
Die Entwicklung von Schwindel, Tinnitus und Kopfschmerzen wird häufig durch Festigkeiten der Halswirbelsäule verursacht. Betroffene berichten von leichten bis zu existentiellen Einschränkungen in ihrem Leben. Häufig wird auch ein Druck hinter den Augen, Konzentrationseinschränkungen sowie Beeinträchtigung des Sehvermögens berichtet. Die Symptomatik wird meist durch Verspannungen der Halswirbelsäule ausgelöst. Für deren Entstehung spielen unter anderem Problematiken im Kiefer (wie bei Craniomandibulärer Dysfunktion / CMD, impaktierte Weißheitzähne, Entzündungen der Zähne) eine wichtige Rolle. Sowohl die Behandlung der Störung im System als auch die Mobilisation von Triggerpunkten an der oberen Halswirbelsäule beheben oft die Beschwerden.

Weitere Beschwerdebilder
Die Vielfalt der Beschwerdebilder, die in der Praxis behandelt werden können, ist groß. Von akuten bis hin zu chronischen Beschwerden - es werden für viele verschiedene gesundheitliche Herausforderungen Lösungen angeboten. Bei Unsicherheit, ob bei einem spezifischen Beschwerdebild geholfen werden kann, steht ein persönliches Beratungsgespräch zur Verfügung, um die Möglichkeiten der Behandlung zu besprechen.

Leistungsoptimierung durch Faszientherapie
Da die Faszie durch den kompletten Bewegungsapparat zieht, hat sie nicht nur Einfluss auf die Entwicklung von Beschwerden, sondern auch auf Kraft, Ausdauer und Koordination. Je freier die Muskulatur sich in der Faszie bewegen kann, desto mehr Muskelkraft kann der Athlet für seine Aufgaben umsetzen, was sich in präziseren Bewegungen, mehr Kraft sowie besserer Ausdauer niederschlägt. Je fester sich eine verspannte Faszie um die Muskulatur legt, desto mehr Kraft verliert der Muskel in der Überwindung dieses Widerstands und desto weniger hat er für die Bewegung zu Verfügung. Die Folgen sind schnellere Erschöpfung, höheres Verletzungsrisiko und Einbußen an Präzision. Eine leistungsoptimierende Faszienmobilisation ist eine sinnvolle Ergänzung zum täglichen Training und sorgt für das Extra an Leistungsfähigkeit.

Verletzungsnachsorge
Die Nachsorge von Verletzungen mit Faszienmobilisation ist entscheidend für die komplikationsfreie Rückkehr zu alter Stärke. Da sich bildgebende Verfahren zur Erfassung des Zustandes der Faszie in den verletzen Gebieten noch nicht etabliert haben (es wurden erst wenige entwickelt), werden Schädigungen der Faszie in der Reha oft nicht genügend beachtet. Wenn stark genug, bleiben einige Faszienschäden über die übliche Heilungszeit hinaus bestehen, obwohl sie eigentlich schnell und effektiv behandelt werden könnten. Das führt zu Problemen bei der Rückkehr zur vollen Leistungsfähigkeit und sogar zu Verletzungsanfälligkeit. Werden diese Störungen entdeckt können sie, auch wenn sie schon Jahre alt sind, effektiv behandelt werden.

Verletzungspech und -prävention
Beim sogenannten Verletzungspech kommen Verletzungen oft nach nur ein paar Monaten Vollbelastung an gleicher oder anderer Stelle wieder. Das wiederholt sich zum Teil über viele Jahre und kann somit die Karriere von Profisportlern ausbremsen oder sogar beenden. Hierfür gibt es Gründe, die in aller Regel behandelbar sind. Über eine Diagnostik des gesamten Bewegungssystems und der Krankengeschichte können solche verdeckten Störungen gefunden und die Therapie in Gang gebracht werden. Zu den häufigsten Ursachen zählen impaktierte (schief stehende) Weißheitszähne, starke bis eitrige Entzündungen (z.B. im Mundbereich oder durch Komplikationen nach Operationen) und Nachwirkungen früherer Verletzungen. Durch das Finden und Behandeln dieser Störungen, meist sind OPs oder Gabe von Medikamenten nicht nötig, kommt die Belastbarkeit wieder zurück und das "Verletzungspech" endet.

Trainingsstagnation
Festigkeiten der Faszie können den Trainingsfortschritt einschränken oder stoppen. Das äußert sich in Schwächegefühl, Instabilität und mangelnder Koordination einzelner Körperbereiche, die trotz Training nicht besser werden. Die Gründe liegen oft in faszialen Festigkeiten, die zwar nicht stark genug sind um Schmerzen zu verursachen, jedoch um die Leistungsfähigkeit einzuschränken. Sie können gefunden und mobilisiert werden und somit den betroffenen Areale wieder ihre Kraft, Stabilität und Koordination zurückgeben.